Berlin
„Die Friedrichstraße ist eine Straße, die ein großes Unfallgeschehen aufweist.“ Das sagte Verkehrssenatorin Ute Bonde während der Pressekonferenz Mitte November, die der Senat mit reichlich Medienrummel eigens ausgerufen hatte, um seine Umbaupläne für die triste Nord-Süd-Achse zu präsentieren. Laut Ute Bonde ist es ein Entwurf, bei dem es ausschließlich Gewinner gibt. Bei näherer Betrachtung könnte man jedoch genauso gut zu dem Schluss kommen, dass es auf ganzer Linie nur Verlierer gibt.
22. Dez 2025
Keine Parkplätze mehr, dafür eine Unmenge an Nägeln im Asphalt, die wie Schinkels Sternenhimmel funkeln sollen, und in Trögen gepflanzte Bäume am Rand der verbreiterten Gehwege; so stellen sich die Akteure von Senat, Handelsverband, Architekten- und Ingenieurverein sowie dem Aktionsbündnis „Rettet die Friedrichstraße“ ihren Boulevard zwischen Unter den Linden und Schützenstraße vor. Wann die auf Hochglanz polierten Renderings in der Realität zu bestaunen sein werden, darüber ließ sich die verantwortliche Verkehrssenatorin ebenso wenig aus wie zu den Kosten. Ohnehin scheint die Luft hinter der starken medialen Inszenierung im Roten Rathaus, die sogar der Regierende Bürgermeister Kai Wegener wortgewaltig kuratierte, ziemlich dünn zu werden. „Wir können heute noch [...]
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Berliner Fahrgastverband IGEB
aus SIGNAL 6/2025 (Dezember 2025 / Januar 2026), Seite 8-6