Umland

Wettbewerb auf der Schiene wird Fahrgästen zugute kommen

Konstruktives Gespräch zwischen Verkehrsminister Meyer und dem Präsidenten des Deutschen Bahnkunden-Verbandes Curth am 11. Januar 2001 in Potsdam.

„Die schrittweise Einführung von Wettbewerb auf der Schiene erhöht die Konkurrenzfähigkeit des Bahnverkehrs gegenüber anderen Verkehrsträgern und wird letztlich den Fahrgästen zugute kommen," sagte Brandenburgs Verkehrsminster Hartmut Meyer heute im Gespräch mit dem Präsidenten des Deutschen Bahnkunden-Verbandes Gerhard J. Curth. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Nebenstrecken der Bahn in Brandenburg. Der Deutsche Bahnkunden-Verband bemühte sich bundesweit um den Erhalt von Nebenstrecken und betreibt über sein Tochterunternehmen, die Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) einige Bahnstrecken, die von der Deutschen Bahn AG (DB AG) aufgegeben worden sind. In Brandenburg betreibt die DRE die Strecke Beeskow - Lübben - Herzberg (Elster). Minister Meyer betonte, er stehe den Ideen der DB AG zur Verselbständigung des Infrastrukturbetriebs in Form von regionalen Teilnetzen und zu stärkerer Kooperation zwischen DB AG, nichtbundeseigenen Eisenbahnen, wie der Deutschen Regionaleisenbahn, und anderen interessierten Unternehmen grundsätzlich positiv gegenüber. Er bedauerte jedoch, daß die DB AG bis heute keine näheren Vorstellungen zu Ihrer sogenannten Mittelstandsinitiative angewendet auf Brandenburg vorgelegt habe.

Einigkeit herrschte zwischen Minister Meyer und Präsident Curth darüber, daß die Einstellung des Verkehrs auf der Strecke Brandenburg - Belzig zum 1. Dezember 2000 durch die DB AG nicht hingenommen werden könne. Meyer erläuterte, das Verkehrsministerium habe sofort Einspruch gegen die Einstellung des Verkehrs erhoben und die unverzügliche Wiederherstellung der Befahrbarkeit der Strecke gefordert, Er erwarte den Prüfbericht des Eisenbahn-Bundesamtes spätestens Ende Januar.

Hinsichtlich der Zukunft des SPNV in der Prignitz zeigte sich Minister Meyer erfreut über die gute Kooperation mit den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, die dazu führen soll, daß Busse und Bahnen optimal aufeinander abgestimmt fahren. Meyer: „Die Anpassung des Busverkehrs an den vorhandenen Zugverkehr ist unabdingbar, wenn die Schienenanbindung von dünn besiedelten Gegenden einigermaßen wirtschaftlich bleiben soll."

Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr des Landes Brandenburg

aus SIGNAL 1-02/2001 (März 2001), Seite 23

 

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