Fernverkehr

Weichenstellung für das 740-Meter-Netz

Durch längere Züge mehr Kapazität im Schienengüterverkehr Im Juni 2017 hatte das Bundesverkehrsministerium einen „Masterplan Schienengüterverkehr“ vorgelegt (siehe SIGNAL 5/2017) und Ende des Jahres angekündigt, den Einsatz von 740 Meter langen Güterzügen stärker zu fördern. Damit wird die Umsetzung einer Maßnahme des Masterplans vorbereitet.

Mit dem im Masterplan beschriebenen Maßnahmenbündel soll endlich eine dauerhafte Verbesserung der Wettbewerbs- und Logistikfähigkeit des Schienengüterverkehrs in Deutschland erreicht werden. Dazu zählt die Schaffung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen für die durchgängige Fahrbarkeit von Güterzügen mit einer Länge von 740 Metern.

Zurzeit wird die heutige europäische Standard-Zuglänge von 740 Metern auf vielen Strecken in Deutschland nicht erreicht. Wegen infrastruktureller Einschränkungen verkehren derzeit nur rund 11 Prozent der Güterzüge mit dieser Maximallänge.

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Nach dem Ausbau der Strecke Knappenrode—Horka—Grenze Deutschland/Polen, Teil des europäischen Bahnnetzes zwischen Nordsee und Polen, können in dieser Relation Güterzüge mit einer Gesamtlänge bis zu 740 Metern verkehren. Foto: Christian Schultz (Horka Güterbahnhof)

Leider war u. a. das „740-Meter-Netz“ bislang nicht im „Vordringlichen Bedarf“ des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege (d. h. in der Anlage des Bundesschienenwegeausbaugesetzes) enthalten, sondern lediglich im „Potenziellen Bedarf“. Aber nach einer äußerst positiven Bewertung, errechnet wurde ein hoher Nutzen-Kosten-Faktor von 4,8, hatte das Bundesverkehrsministerium Ende letzten Jahres beschlossen, diese Maßnahme in den Vordringlichen Bedarf hochzustufen.

Der Aufwand für die Beseitigung aller Netzengpässe in den betroffenen Relationen beträgt rund 405 Millionen Euro. Im Gegensatz zu ungleich kostenaufwändigeren Großprojekten wie „Stuttgart 21“, die noch dazu mit erheblichen Eingriffen in den Naturhaushalt [...]




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Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV) und IGEB Fernverkehr

aus SIGNAL 1/2018 (April 2018), Seite 24-25

 

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