Fernverkehr

Fatale Fehlentwicklungen im Güterverkehr
Minister Dobrindt hat Lang-Lkw auf „geeigneten“ Strecken dauerhaft zugelassen

Zum Jahresbeginn 2017 hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den umstrittenen Einsatz von Lang-Lkw (Gigalinern) auf einem definierten Streckennetz per Verordnung freigegeben. Damit werden die Wettbewerbsverzerrungen zwischen Straßengüterverkehr und Schienengüterverkehr ausgebaut – zulasten der Bahn und der Umwelt.

Im Dezember 2016 wurde der Abschlussbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zu dem 5-jährigen Feldtest mit Lang-Lkw veröffentlicht. Als Lang-Lkw werden dabei Fahrzeuge bzw. Fahrzeugkombinationen mit bis 25,25 m Länge bezeichnet, die wiederum in fünf verschiedene Untergruppen unterteilt sind (Typ 1 bis Typ 5). Wie nicht anders zu erwarten war, bescheinigte die BASt als technisch-wissenschaftliches Forschungsinstitut des Bundesverkehrsministeriums die Praxistauglichkeit dieser Fahrzeuge. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt jedoch unverändert 40 t bzw. 44 t im Vor- und Nachlauf im Kombinierten Verkehr (KV). Als wesentliche Ergebnisse bzw. Vorteile wurden seitens der BASt genannt:

LKW
Lang-Lkw in Schweden – jetzt auch in Deutschland zugelassen. Foto: Wikipedia/Wusel007
  • Zwei Lang-Lkw-Fahrten ersetzen drei Fahrten mit herkömmlichen Lkw,
  • Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15 und 25 Prozent,
  • kein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur,
  • keine Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat am 27. Dezember 2016 daraufhin eine Änderungs-Verordnung zur Überführung des Lang-Lkw in den streckenbezogenen Regelbetrieb verkündet. Seit dem 1. Januar 2017 erlaubt diese Verordnung nunmehr den unbefristeten [...]




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Deutscher Bahnkunden-Verband (DBV) und IGEB Fernverkehr

aus SIGNAL 1/2017 (März 2017), Seite 25-27

 

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