Titelthema i2030

S 3 nach Nauen und/oder Falkenseer Chaussee?

Erbitterte Auseinandersetzungen zwischen S-Bahn- und Regionalbahn-Befürwortern haben dazu geführt, dass das Havelland auch 29 Jahre nach dem Mauerfall noch immer keine S-Bahn hat, sondern nur Regionalzüge, die oft unpünktlich und überlastet sind.

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Foto/Montage: BfVst

Immer neue Konzepte wurden entwickelt, um die S-Bahn-Kritiker zu überzeugen – und umgekehrt. Seiten davon füllen mittlerweile auch das SIGNAL-Archiv (schauen Sie doch mal rein). Doch geändert hat sich nichts: Das Land Berlin bevorzugt die S-Bahn und das Land Brandenburg die Regionalzüge. Alles nicht neu. Bis jetzt. Denn ein Paradigmenwechsel deutet sich an. Kathrin Schneider, Brandenburgs Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung, stellte im Oktober 2017 in einer Pressemitteilung klar: „Wir müssen aufhören darüber zu diskutieren, ob die S- Bahn oder die Regionalbahn die richtige Lösung ist. Wir werden beide Systeme brauchen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.“

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Bravo! Endlich kommt Bewegung in die Sache. Denn eines ist klar: Die Regionalzüge (2 Regionalexpress- und 2 Regionalbahn-Linien) alleine sind nicht mehr in der Lage, den boomenden Pendlerverkehr zu bewältigen. Die Trassenkapazitäten sind erschöpft, für noch mehr Züge ist kein Platz – nicht zuletzt aufgrund der Fehlplanung beim Bahnhof Spandau als Folgeschaden der einstigen Transrapid-Träume. Er ist der berühmte Flaschenhals im Westen der Stadt. Ein seit geraumer Zeit von Brandenburg gefordertes drittes Streckengleis für zusätzliche Regionalzüge wird wegen der fehlenden Kapazitäten im Fernbahnhof die Situation keinesfalls entspannen, sondern weiter verschärfen. Bei der S-Bahn hingegen sind noch Kapazitäten frei. Würde sie neben der Hamburger Bahn fortgeführt, könnte die Feinerschließung des Umlandes von ihr übernommen [...]




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Berliner Fahrgastverband IGEB

aus SIGNAL 5-06/2018 (Dezember 2018/Januar 2019), Seite 11-13

 

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» i2030 – heute für den Schienen-verkehr von morgen planen
» i2030 – Eine Chance für den Bahnverkehr, die genutzt werden muss!
» 444 000 (legale) Grenzgänger
» Kriege, Krisen und Klientelpolitik – 70 Jahre Kollateralschaden Eisenbahn
» Der Weg in die Zukunft will gut geplant sein
» S 3 nach Nauen und/oder Falkenseer Chaussee?
» Die Schlangenlinie: Mit dem RE 6 von Gesundbrunnen in die Prignitz
» Morgen statt 2030 – neue alte Wege nach Basdorf
» Fern-S‑Bahn, Schnellstraßenbahn, U‑Bahn nach Malchow
» Peter Buchner auf dem Sprechtag 2018 für Fahrgäste der Berliner S‑Bahn
» Provisorischer S21-Tunnelbahnhof im Rohbau fertiggestellt
» Sigrid Nikutta auf dem Sprechtag 2018 für Fahrgäste der BVG
» Antworten auf Fragen beim Fahrgastsprechtag BVG
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» Schienenverkehr Deutschland—Polen: Ausbau bleibt hinter den Erfordernissen zurück
» In nur 94 Minuten über die Ostbahn von Gorzów nach Berlin
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