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Verwirrend und uneinheitlich

Bedienfelder in Aufzügen auf Bahnhöfen überfordern so manchen Fahrgast

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Alexanderplatz (BVG) mit guter Beschriftung. Foto: Marc Heller
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Alexanderplatz (BVG) ebenso vorbildlich. Foto: Marc Heller
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Alexanderplatz (DB). Wo bitte gehts zur S-Bahn, wo zur U-Bahn? Foto: Marc Heller
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Neukölln (BVG), vorbildlich beschriftet. Aber nach nur einem Jahr Betriebszeit schon eftige Gebrauchsspuren. Foto: Marc Heller
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Mahlsdorf (DB) Bahnsteig stadtauswärts. Bei nur 2 Etagen reicht eine Starttaste völlig – vorbildlich. Foto: Marc Heller
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Mahlsdorf (DB) Bahnsteig stadteinwärts. Warum hat der Oben-Knopf zum Bahnsteig einen grünen Rand? Foto: Marc Heller
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Friedrichstraße (DB) stehen 5 Etagen zur Auswahl: -1 WC; 0 Ausgang Tränenpalast; 1 Hauptausgang; 2 Ladenpassage/Zwischengeschoss; 3 S-Bahnsteig. Das ist aber nirgendwo erklärt. Foto: Marc Heller
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Berlin Hbf (DB). UG2, UG1, EG, OG1, OG2. Leider keine Hinweise auf die Bahnsteige und den Ausgang, immerhin spricht der Aufzug (deutsch). Was versteht ein spanisch sprechener Tourist wohl unter OG2? Foto: Florian Müller
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Bundesplatz (DB). Die S- und U- Signets wären farbig besser verständlich, das A für Ausgang erschließt sich nicht sofort. Zwar gibt es eine kleine Klartext-Beschriftung unterhalb der Knöpfe, die aber kaum sichtbar ist. Foto: Marc Heller
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Westkreuz (DB) zwischen Ring- und Stadtbahnsteig. Hier würde eine Starttaste reichen. Warum die Taste zum Ringbabahnsteig grün umrandet ist, erschließt sich nicht. Foto: Marc Heller
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Betriebsbahnhof Rummelsburg (DB) hat eine Sonderbauform eines Aufzugs, nämlich einen PeopleMover. Obwohl der Aufzug eher seitlich fährt und die Tasten zum Türenöffnen vom Symbol her logischer zum Starten des Aufzuges wären, muss man den Hoch-/Runterknopf zum Start betätigen. Foto: Marc Heller
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Foto: Marc Heller

Vor einiger Zeit baten Vertreter der Behinderten den Berliner Fahrgastverband IGEB, sich das Thema „Aufzüge auf Bahnhöfen“ vorzunehmen. Doch schnell wurde deutlich, dass auch viele andere Fahrgäste mit der extrem uneinheitlichen und oft unverständlichen Beschriftung überfordert sind. Das betrifft vor allem die Aufzüge der Deutschen Bahn. Die hier gezeigten Beispiele stammen alle aus Berlin, aber auch in anderen Städten sieht es kaum besser aus. Zwar ist bei neuen Aufzügen inzwischen eine Tendenz zu Ziffern zu erkennen, aber die je nach Örtlichkeit unterschiedlichen Angaben 0 und 1 oder -2, -1 und 0 überfordern viele Fahrgäste, da sie nicht wissen, wie die Baufachleute zur Bezeichnung der Ebenen kamen. Für die meisten ist die unterste Ebene die 0-Ebene. Außerdem fehlt bei der DB meistens die Angabe, was auf welcher Ebene erreicht wird. Besser sind hier in der Regel die Aufzüge der BVG. Aber bei allen Aufzügen noch unzureichend ist die Ausstattung mit Blindenschrift, was bei Aufzügen in öffentlichen Gebäuden seit Jahren üblich ist.

In Deutschland ist, teilweise belächelt, sehr vieles genormt. Doch bei den Aufzügen sind fahrgastorientierte Normen dringend überfällig.

Berliner Fahrgastverband IGEB

aus SIGNAL 4/2012 (September 2012), Seite 29

 

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