S-Bahn Berlin

Neue Zugbildungsanlage in Tempelhof

Auf dem südlichen Berliner S-Bahn-Ring plant die DB eine neue Zugbildungsanlage. Sie soll an Stelle des alten Bw Papestraße entstehen, welches schon lange außer Betrieb ist. Die Planfeststellungsunterlagen lagen bis Anfang Januar aus...

S-Bahn-Halle Papestr
1987 wartete die BVG in der Halle des S-Bw Papestraße S-Bahnen. Die Halle steht heute leer und soll bald abgerissen werden. Foto: Sammlung S-Bahn Museum

Geplant sind fünf Aufstellgleise für Vollzüge, je zwei Wartegleise in beide Richtungen sowie zwei Überholgleise. Die Streckengleise der Ringbahn bleiben natürlich erhalten und nehmen die neue Anlage in die Mitte. Die Zugbildungsanlage wird an die Bahnhöfe Tempelhof und Südkreuz (Ring) angeschlossen. Eine Lärmschutzwand zwischen (!) den Gleisen soll das Wohnquartier an der Ringbahnstraße abschirmen. Allerdings bleibt das südliche Streckengleis vor (!) der Lärmschutzwand, da das Streckengleis nicht Bestandteil dieses Verfahrens ist und als Bestand behandelt wird.

Die historische Wagenhalle des Betriebswerkes Papestraße, die bisher unter Denkmalschutz steht, wird für den Neubau abgerissen. Eine neue Halle ist nicht geplant, die neue Zugbildungsanlage wird sich unter freiem Himmel befinden.

ANZEIGE www.eprimo.de

Der Berliner Fahrgastverband IGEB begrüßt den Bau der Zugbildungsanlage ausdrücklich. Schon lange hatten die S-Bahn Berlin GmbH und auch die IGEB eine solche Anlage von DB Netz gefordert. Damit wird es der S-Bahn möglich, auf dem Ring Züge zu tauschen bzw. zu schwächen und zu stärken. Bisher muss das immer durch ein kompliziertes Umlaufkonzept geschehen, dass die Vollringzüge auf die Strecke nach Schöneweide zur Betriebswerkstatt übergehen lässt. Ebenfalls besteht mit der neuen Anlage die Voraussetzung, besser auf Verspätungen und Unregelmäßigkeiten zu reagieren und einen stabileren Ringbetrieb anbieten zu können.

Als weitere stabilisierende Infrastrukturmaßnahme ist nun noch eine dritte Bahnsteigkante in Westend, Halensee oder Tempelhof wünschenswert. Dann könnten Züge bequem getauscht werden – mit minimalen Wartezeiten und Wegen für den Fahrgast.

IGEB S-Bahn und Regionalverkehr

aus SIGNAL 1/2008 (Februar/März 2008), Seite 10

 

Die Jahrgänge



Die SIGNAL-Jahrgänge in der Übersicht:

» 2019
» 2018
» 2017
» 2016
» 2015
» 2014
» 2013
» 2012
» 2011
» 2010
» 2009
» 2008
» 2007
» 2006
» 2005
» 2004
» 2003
» 2002
» 2001
» 2000
» 1999
» 1998
» 1997
» 1996
» 1995
» 1994
» 1993
» 1992
» 1991
» 1990
» 1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983
1982
» 1981
1980
ANZEIGE

aktuelles Heft

TitelbildMai 2019

komplettes Heft »

Die Themen der aktuellen Ausgabe 01/2019:

» Das neue Ostkreuz ist (un)fertig
» Keine Schönen Wochenenden mehr!
» i2030 – Teil 2: Südost-Raum und RE 1
» Die Roll(S)-Royce-Bahn kommt!
» Nach 17 Jahren Engagement: Hoffnung für die S‑Bahn nach Rangsdorf
» Königliches Nadelöhr Wusterhausen
» RE 1 – die Mutter aller Regionalexpresse braucht Verstärkung
» Das unendliche Leid der Fahrgäste auf dem Prignitz-Express
» Das Wunder in der Uckermark
» Viele Schienenprojekte endlich in den „Vordringlichen Bedarf“ hochgestuft
» Hoffen auf den Backwarenverkäufer
» Europa muss Investitionspolitik überdenken
» „Missing Links“ – EU-Kommission stellt erneut Mittel für grenzüberschreitende Schienenverbindungen zur Verfügung
» Bahnen bauen Sicherheitsvorsprung aus
» Gepäckbeschädigung im Fernbusverkehr



neu hier?
Links lesen Sie einen Artikel aus dem Internetarchiv der Fachzeitschrift Signal, die sich mit Verkehrspolitik für Berlin und Deutschland auseinandersetzt.

Auf signalarchiv.de finden Sie zusätzlich zu ausgewählten Artikeln aus dem aktuellen Heft auch viele ältere Artikel dieser Zeitschrift.





Kontakt - Abo - Werbung - Datenschutz - Impressum
  © GVE-Verlag / signalarchiv.de / holger mertens 2008-2013 - alle Rechte vorbehalten