Berlin

Auf Unfall programmiert

Fahrlässige Ampelschaltungen gefährden Berliner Straßenbahnfahrgäste

Ampel Tram
Die Pförtnerampel soll den Autoverkehr eigentlich von der Haltestelle fern halten, solange die Tram dort steht. Doch sie bietet den Autofahrern grünes Licht. Foto: Holger Mertens

Zugegeben, der Titel ist reißerisch. Doch das Thema verdient Beachtung. Viele Ampeln in Berlin sind nicht nur äußerst ÖPNV-feindlich programmiert, einige haben sogar für Fußgänger lebensgefährliche Schaltungen – beispielsweise die Ampelanlage an der Straßenbahn- Haltestelle U-Bahnhof Naturkundemuseum. Hier erhalten die Autofahrer „Grün“ signalisiert, wenn die Straßenbahn noch an der Haltestelle steht. Dadurch sind bereits diverse gefährliche Situationen entstanden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis ein Fahrgast, der noch zu seiner Tram auf die Straße tritt, dabei von einem Auto erfasst wird.

Da hilft es auch nicht, wenn die Straßenbahnfahrer an dieser Haltestelle möglichst schnell die Türen wieder verschließen und dann an der Haltestelle auf ihr Abfahrsignal warten. Es ist sogar kontraproduktiv, was die Sicherheit betrifft. Denn die verschlossenen Türen suggerieren den wartenden Autofahrern ein Sicherheitsgefühl, das zum schnellen Rechtsüberholen der Tram verleitet. Mit zur Tram vortretenden Fahrgästen rechnet der Autofahrer dann nicht mehr. Er sieht nur das wenige Sekunden dauernde Grünlicht der Ampel.

Hier wurde bei der Ampelprogrammierung grob fahrlässig gehandelt. Dieser Missstand muss schnellstens beseitigt werden. (hm)

IGEB Stadtverkehr

aus SIGNAL 5/2010 (November 2010), Seite 18

 

Die Jahrgänge



Die SIGNAL-Jahrgänge in der Übersicht:

» 2019
» 2018
» 2017
» 2016
» 2015
» 2014
» 2013
» 2012
» 2011
» 2010
» 2009
» 2008
» 2007
» 2006
» 2005
» 2004
» 2003
» 2002
» 2001
» 2000
» 1999
» 1998
» 1997
» 1996
» 1995
» 1994
» 1993
» 1992
» 1991
» 1990
» 1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983
1982
» 1981
1980
ANZEIGE

aktuelles Heft

TitelbildDezember 2018/Januar 2019

komplettes Heft »

Die Themen der aktuellen Ausgabe 05-06/2018:

» i2030 – heute für den Schienen-verkehr von morgen planen
» i2030 – Eine Chance für den Bahnverkehr, die genutzt werden muss!
» 444 000 (legale) Grenzgänger
» Kriege, Krisen und Klientelpolitik – 70 Jahre Kollateralschaden Eisenbahn
» Der Weg in die Zukunft will gut geplant sein
» S 3 nach Nauen und/oder Falkenseer Chaussee?
» Die Schlangenlinie: Mit dem RE 6 von Gesundbrunnen in die Prignitz
» Morgen statt 2030 – neue alte Wege nach Basdorf
» Fern-S‑Bahn, Schnellstraßenbahn, U‑Bahn nach Malchow
» Peter Buchner auf dem Sprechtag 2018 für Fahrgäste der Berliner S‑Bahn
» Provisorischer S21-Tunnelbahnhof im Rohbau fertiggestellt
» Sigrid Nikutta auf dem Sprechtag 2018 für Fahrgäste der BVG
» Antworten auf Fragen beim Fahrgastsprechtag BVG
» Straßenbahn für Regensburg
» Neue Niederflurstraßenbahnen für Schöneiche
» Was Fahrgäste bekommen und was nicht
» Jahresfahrplan 2019
» Baustelle Dresdener Bahn
» Schienenverkehr Deutschland—Polen: Ausbau bleibt hinter den Erfordernissen zurück
» In nur 94 Minuten über die Ostbahn von Gorzów nach Berlin
» Europäisches Parlament erteilt starkes Verhandlungsmandat für die Revision der Bahnfahrgastrechte
» Sonderbericht vom EU-Rechnungshof zu den Fahr- und Fluggastrechten in der EU
» Gepäckverlust im Fernbusverkehr



neu hier?
Links lesen Sie einen Artikel aus dem Internetarchiv der Fachzeitschrift Signal, die sich mit Verkehrspolitik für Berlin und Deutschland auseinandersetzt.

Auf signalarchiv.de finden Sie zusätzlich zu ausgewählten Artikeln aus dem aktuellen Heft auch viele ältere Artikel dieser Zeitschrift.





Kontakt - Abo - Werbung - Datenschutz - Impressum
  © GVE-Verlag / signalarchiv.de / holger mertens 2008-2013 - alle Rechte vorbehalten