Nahverkehr

Netzspinne besser, aber nicht gut

Zum Sommerfahrplan 1989 wurde auch die schematische Übersichtskarte für das BVG-Schnellbahnnetz, die "Netzspinne" überarbeitet. Endlich sind neben dem Flughafen Tegel auch die Fernbahnhöfe und der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) am Funkturm eingezeichnet. Damit wurde einer langjährigen IGEB-Forderung entsprochen. Vergessen wurde von der BVG allerdings der Bf. Spandau. Zwar wird dieser derzeit nur durch die Buslinie 56 und keine Schnellbahnlinie bedient, doch das gilt auch für den eingezeichneten Flughafen Tegel. Mißraten ist auch die Lage des Symboles für den ZOB. Jetzt entsteht der Eindruck, man müsse am Theodor-Heuß-Platz aussteigen. In einer schematischen Karte kommt es nicht auf Lagetreue an. Deshalb sollte das Symbol für den ZOB nördlich vom Schriftzug Kaiserdamm plaziert werden, obwohl der Busbf. natürlich südlich des U-Bahnhofs Kaiserdamm liegt.

Netzspinne
Schnellbahnnetz der BVG. Zum Sommerfahrplan 1989 wurden endlich entsprechend einer langjährigen IGEB-Forderung die Fernbahnhöfe und der ZOB eingetragen. Vergessen wurde dabei aber Spandau. Auch sonst hat die IGEB leider noch keinen Anlaß, mit der verbesserten Netzspinne zufrieden zu sein.

Ärgerlich ist auch, daß die BVG zahlreiche weitere Verbesserungsvorschläge der IGEB noch immer nicht eingearbeitet hat. So ist auf der S2 nördlich vom S-Bf. Friedrichstraße unsinnigerweise ein Zick-Zack-Kurs eingezeichnet. Auch die U8 fährt ja keineswegs geradlinig in Nord-Süd-Richtung, und sie ist dennoch zur besseren Übersicht geradlinig eingezeichnet. Und warum ist Friedrichstraße, der Endbahnhof der S3, anders geschrieben, als die übrigen West-Berliner Endbahnhöfe? Durch eine kleine Verschiebung des U-Bfs Oranienburger Tor wäre genug Platz für den richtigen Schriftzug bei Friedrichstraße. Und schließlich sei nochmals an die IGEB-Forderung nach Eintragung aller in Berlin (Ost) innerhalb der Berliner Stadtgrenze liegenden S-und U-Bahnhöfe erinnert.

Außerdem müssen bei der nächsten Überarbeitung der "Netzspinne" die stilliegenden und zur Wiederinbetriebnahme vorgesehenend S-Bahn-Strecken eingetragen werden, da ja aufgrund des Regierungswechsels in Berlin noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden soll.

IGEB

aus SIGNAL 4/1989 (April 1989), Seite 10-11

 

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