Überregional

Fernverkehrs-Fahrplankommission tagte

Seit vielen Jahren beschäftigen sich der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV), die Verbände „Pro Bahn", Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Bundesverband Deutscher Eisenbahnfreunde (BDEF) mit der Angebotsgestaltung der DB AG im Fernverkehr. Die dazu gegründete Fahrplankommission trifft sich jährlich mit den zuständigen Vertretern der DB AG und diskutiert die von den Regional- und Landesgliederungen der Verbände eingebrachten Vorschläge.

So werden bereits ab 2003 die Taktlücken in der ICE-Linie Berlin - Frankfurt, die durch die Führung einzelner Züge über die fahrzeitintensive Strecke über Magdeburg entstehen, beseitigt. Alle Züge nach Frankfurt werden dann über dieSchnellfahrstrecke fahren, so dass die lästigen Überbesetzungen der Vergangenheit angehören werden. Um Magdeburg ans ICE-Netz weiterhin anzubinden, werden dafür zwei Züge in Richtung Köln über diese Strecke fahren. Auch das Ärgernis, dass die ICE-Züge nur in Wolfsburg oder Berlin-Spandau halten, wird zumindest am Tagesrand auf Vorschlag der Kommission beseitigt. Den Vorschlag, die fehlende Tagesrandverbindung auf dieser Linie zwischen Berlin und Hannover einzuführen, hat die DB aufgegriffen und will für den Fahrplan 2004 das mögliche Fahrgastpotential untersuchen.

Der DBV hatte vorgeschlagen, zwischen Berlin und Leipzig einen 1-Stunden-Takt einzuführen.

Die Nordseeinsel Sylt ist umsteigfrei nur aus dem Ruhrgebiet und Berlin zu erreichen. Hannover bleibt weiterhin ausgespart, weil die dortigen ICE-Züge nicht nach Westerland fahren können. Aus Richtung Frankfurt (Main) wird die DB den Vorschlag der umsteigefreien Verbindung aber aufgreifen und von dort einen durchgehenden Zug fahren lassen.

Es besteht der Wunsch, die Umsteigezeiten der Verbindung Berlin - Kopenhagen in Hamburg deutlich zu reduzieren oder den ICE-Sprinter Berlin - Köln wieder einzuführen. Doch was den Fahrgästen häufig verborgen bleibt, in der Kommission jedoch zur Sprache kommt: Wie in diesen beiden Fällen gibt es manchmal fahrplantechnische Probleme, die einen Vorschlag undurchführbar machen, auch wenn er von beiden Seiten gewollt ist. Doch dann kann immerhin auf eine Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt gehofft werden.

Viele Vorschläge der Fahrgastverbände werden natürlich auch abgelehnt, weil die Wirtschaftlichkeit DB-seitig infrage gestellt wird. Doch auch diesbezüglich ändert sich in manchen Fällen die Einstellung der DB. Setzte sie zum Beispiel viele Jahre in erster Linie auf den Geschäftsreisenden, so wird jetzt auch der Urlaubsverkehr wieder mehr gepflegt - wie in der Kommission seit vielen Jahren immer wieder gefordert. So gibt es inzwischen einen zuständigen Mitarbeiter und für den kommenden Fahrplan eine für diese Zwecke angefertigte Grafik (siehe Seite 11).

DBV Bundesverband

aus SIGNAL 5/2002 (November 2002), Seite 12

 

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