Berlin

Berlin-Buch: Verbesserungen im Bus-Fahrplan

Seit dem 18. August 2002 können die Nutzer der Haltestelle Klinikum Pölnitzweg aufatmen: Der Busfahrplan für den Bereich Buch entspricht jetzt besser den realen Bedürfnissen. Nach Fahrgastbeschwerden reagierte die BVG unkompliziert.

Bislang wurde der ca. ein Kilometer vom S-Bahnhof entfernte Wohnbereich mit der Linie 251 bedient, deren Kapazität zwar ausreichte (Kleinbusse), doch die im Fahrplangefüge Mängel hatte. Diese Bedienung, die ausgerichtet war auf die Arbeits- und Besuchszeiten der Klinik in Buch, wies erhebliche Lücken auf. So fuhren die Busse dieser Linie werktags zwischen 18 und 21.30 Uhr sowie Sonnabend und Sonntag bis etwa 12 Uhr überhaupt nicht, abgesehen von einzelnen Früh- bzw. Spätfahrten. Leider sind derartige Bedienungslücken im brandenburgischen Umland heutzutage oft üblich.

Bus
Endlich auch in Buch jetzt Berliner Busstandard! Foto: Alexander Frenzel

Mehrfache Fahrgastbeschwerden hatten auch die IGEB auf den Plan gerufen, um bei der BVG diese Mängel darzustellen und auf Abhilfe zu drängen. Zunächst recht erfolglos, da man bei der BVG davon ausging, dass sich an der Haltestelle „Klinikum Pölnitzweg" nur ein solches Klinikum befinde und keine Wohnbebauung existiere - der Fahrplan somit ausreichend sei. Tatsächlich gibt es dort aber auch eine kleine Siedlung, die in keiner Beziehung zum Klinikbetrieb steht und deren Bewohner bei der Benutzung der BVG nicht von den Arbeits- und Besuchszeiten der Klinik abhängig sein wollen. Da aber bisher in Berlin glücklicherweise bessere Bedienungsstandards als in Brandenburg galten, muss auch für Buch mindestens ein durchgängiger 20-Minuten-Takt zu den normalen BVG-Betriebszeiten möglich sein.

Stadtkarte
Im Berliner Norden, an der Landesgrenze zu Brandenburg, liegt der Stadtbezirk Buch. Die Erschließung der dortigen Wohngebiete hat sich durch die Busveränderungen erheblich verbessert. Karte: Sammlung GVE

Den berechtigten Bedürfnissen wurde nun von der BVG Rechnung getragen: Jetzt fährt die Linie 158 durchgehend ohne Fahrplanlücken über den Pölnitzweg zur Hobrechtsfelder Chaussee (zum Medizinischen Bereich 6), der bisherige Endpunkt Dr.-Heim-Krankenhaus wurde aufgegeben (das Haus ist bereits seit längerem geschlossen) und der nun geradlinig durch die Wiltbergstrasse verkehrende 251er spart sich die Stichfahrt in die Hobrechtsfelder Chaussee zum Medizinischen Bereich 6. Die Linie wird dadurch auf dem Weg nach Buchholz beschleunigt.

Alles in allem eine gute Lösung, die zeigt, dass kleinteilige und sogar kostenneutrale Lösungen im Einzelfall durchaus allen Beteiligten etwas bringen können. Danke BVG, bitte weiter so!

IGEB Stadtverkehr

aus SIGNAL 5/2002 (November 2002), Seite 20

 

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