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Tarifbezeichnung „Berlin”

Ergänzungen zum Beitrag in SIGNAL 3/2006

Im letzten SIGNAL ist uns in dem Artikel „Schwarzfahren ist vorprogrammiert" auf Seite 7 leider ein Fehler unterlaufen, den wir zu entschuldigen bitten. Der im Beispiel genannte Reisende von Berlin-Charlottenburg nach Hannover, der mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Berlin-Spandau vorfährt und dort erst in den ICE einsteigt anstatt am Hauptbahnhof, ist keineswegs ein Schwarzfahrer - vorausgesetzt, er hat eine Fernfahrkarte ab Berlin und nicht ab Berlin-Spandau gelöst. Da die einfache Fahrt nach Hannover bei beiden Fahrkarten in der 2. Klasse 53 Euro (Normaltarif) kostet, empfiehlt es sich also, stets ein Ticket ab bzw. nach Berlin Hauptbahnhof zu kaufen.

Wie verwirrend und in manchen Fällen nicht nachvollziehbar das Tarifsystem ist, sei auch an folgenden Beispielen verdeutlicht, bei denen jeweils der Fahrpreis für die einfache Fahrt in der 2. Klasse, Normaltarif, mit ICE-Nutzung im überregionalen Teil der Strecke angegeben ist:

  • Berlin-Westkreuz—Hannover Hbf über Berlin-Spandau 56 Euro
  • Berlin-Charlottenburg—Hannover Hbf über Berlin-Spandau 53 Euro
  • Berlin Wannsee—Hannover Hbf (mit Umsteigen in Berlin-Charlottenburg und Berlin-Spandau) 56 Euro
  • Berlin Wannsee—Hannover Hbf (mit Umsteigen in Berlin Hbf) 53 Euro

Mit einer Tarifbezeichnung „Berlin", die dem Wortlaut entsprechend im gesamten Stadtgebiet gilt, kann dagegen unnötiger Ärger bei den Bahnkunden angesichts derartiger Fahrpreisdifferenzen vermieden werden.

Der Berliner Fahrgastverband IGEB bekräftigt deshalb seine Forderung, alle Fernverkehrsfahrkarten von und zu Berliner Bahnhöfen mit der Tarifbezeichnung „Berlin" zu versehen und diese dann innerhalb Berlins auf allen Fern-, Regional- und S-Bahnlinien anzuerkennen.

Berliner Fahrgastverband IGEB

aus SIGNAL 4/2006 (August/September 2006), Seite 7

 

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