Nahverkehr

Langsame Beschleunigung der Straßenbahn

Am 4. März 1998 schlossen Senat und BVG endlich einen Vertrag über die Straßenbahnbeschleunigung an Lichtsignalanlagen (LSA). Das Thema des Vorrangs von Straßenbahnen an LSA ist seit 1992 akut, da seitdem Ampelanlagen an Straßenbahnstrecken, die neu errichtet oder umgebaut wurden, in der Regel den Zügen keine Bevorrechtigung einräumten.

Die Reisegeschwindigkeit sank daraufhin trotz Einsatz moderner Züge auf 17,4 km/h. Nach umfangreichen Verhandlungen und Druck der Öffentlichkeit sollte ein Vertrag, der die Umsetzung von Beschleunigungsmaßnahmen regelt, bereits 1997 Zustandekommen. Streitigkeiten über die Finanzierung zwischen BVG und Land Berlin verhinderten den Vertragsabschluß.

Nicht im Bezirk Mitte!

Lichtzeichenanlage für Straßenbahn an einer Kreuzung
»LSA«, See-/Müllerstraße Foto: Marc Heller

Da der Senat in dieser Legislaturperiode wenigstens ein vorzeigbares Ergebnis präsentieren möchte, sollen bis Juli 1999 von den 26 Straßenbahnlinien elf (1, 2, 3, 4, 6, 8, 13, 18, 23, 24 und 27) beschleunigt werden. Der Rest folge bis 2001. Nicht öffentlich mitgeteilt wurde, daß der gesamte Bezirk Mitte wegen „der schwierigen Verkehrsverhältnisse" ausgenommen ist. Bei der Pressekonferenz sagte mann: „Etwas anderes ist mit mir nicht zu machen". Das läßt nichts Gutes ahnen.

Kostenteilung zwischen Bund, BVG und Land Berlin

Die Kosten betragen 81 Mio. DM, (42 Mio. DM kommen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz). Den Rest tragen zu gleichen Teilen die BVG und das Land Berlin.

IGEB
Abteilung Stadtverkehr

aus SIGNAL 2/1998 (März 1998), Seite 9

 

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