Nahverkehr

Finanzierung der Straßenbahngleise über die Warschauer Brücke

Auf die Kleine Anfrage Nr. 13/3496 antwortete der Senator für Bauen, Wohnen und Verkehr Jürgen Klemann im Mai 1998.

Wenn die Straßenbahn-Strecke von der Revaler Straße bis zum U-Bahnhof Warschauer Straße verlängert wird, werden dafür Mittel aus dem ÖPNV-Programm des Landes Berlin in Anspruch genommen. So die Antwort von Verkehrssenator Jürgen Klemann. EU-Mittel seien durch den damals nicht erfolgten Einbau von Gleisen nicht verfallen.

Warschauer Brücke 1998 noch ohne Straßenbahngleise.
Warschauer Brücke 1998 noch ohne Straßenbahngleise. Foto: M. Heller

Ganz optimistisch geht Senator Klemann davon aus, daß die Eröffnung sogar schon Jahr 2000 erfolgen könne.

Die Verlegung der Gleise als Bestandteil der im letzten Jahr durchgeführten Brückensanierung wäre nach Ansicht von Senator Klemann sogar teurer gekommen als der notwendige nachträgliche Einbau. Für die Verlegung innerhalb des Bauablaufs der Brückensanierung veranschlagt seine Verwaltung 1,35 Mio. DM, für die jetzt notwendige nachträgliche Verlegung sollen es 0,5 Mio. DM sein. Klemann dazu: "Da zum damaligen Zeitpunkt der Bau und die Inbetriebnahme der Straßenbahn über die Warschauer Brücke noch völlig offen waren - so war die Beschaffung von dafür notwendigen Zweirichungswagen noch ungeklärt -, wäre die frühzeitige Verlegung der Gleise für das Land Berlin auf Grund der Zinslasten dieser Vorleistung insgesamt finanziell ungünstiger gewesen. Durch den Verzicht auf den Gleiseinbau konnten außerdem Investitionsmittel eingespart werden, die nicht sofort wirksam geworden wären."

Die Gleise, die bereits in der Oberbaumbrücke liegen, müssen nach Klemanns Worten nicht ausgewechselt werden. Und was die Realisierung der weiteren Verlängerung zum Hermannplatz angeht, schätzt Klemann, daß die Arbeiten "nicht vor 2006 in Angriff genommen werden können."

Gerlinde Schermer
SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus

aus SIGNAL 7/1998 (September 1998), Seite 8

 

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