Stadtverkehr

Leben im Informationszeitalter

Wo bin ich und wohin fährt dieser Bus?

Zu den Pflichten eines Verkehrsbetriebes gehört auch die Information im Fahrzeug über den Linienverlauf. Bisher war das in Berlin auch gewährleistet: in allen U-Bahn- und Straßenbahn-Fahrzeugen hängt das jeweilige Liniennetz. Das ist zwar keine so kundenfreundliche Lösung wie eine einzelne Liniendarstellung (Perlschnur), weil der verkehrsgeographisch unbedarfte Fahrgast die befahrene Linie eventuell erst lange suchen muss, es hat aber den Vorteil, dass die Wegführung nach einem Umstieg gleich mitverfolgt werden kann.

In den Bussen hing bisher immer eine Perlschnur in schwarz-weiß-Kopie mit allen Umsteigemöglichkeiten. Leider häufen sich in letzter Zeit die Fälle, in denen die BVG darauf

ANZEIGE www.eprimo.de

verzichtet. Gerade die neuesten Gelenkbusse fallen hier negativ auf. Der Verkehrsbetrieb sollte schnell wieder dahin kommen, dass nur richtig ausgeschilderte Busse den Hof verlassen.

Am besten wäre eine Umstellung der alten Kopien auf zeitgemäße Farbdarstellungen. Vielleicht hilft hier ja die ständige Weiterentwicklung der Technik, denn speziell für solche Zwecke wurde der sogenannte Stretch-Monitor entwickelt, der flach zwischen Fensterband und Dach angebracht werden kann und stets aktuell (inklusive Umleitungen) von der Zentrale bespielt werden kann.

Auch für Straßenbahnen sollte diese Technik verwendet werden, denn oft gibt es dort wegen Baustellen veränderte Linienführungen, die auch nicht auf dem ausgehängten Gesamtnetzplan zu finden sind.

Busfahrplanaushang
Durch welche Tarifzonen fährt dieser Bus? Eine vermeidbare Frage, wenn diese Information schon auf der Perlschnur des Aushangs enthalten wäre. Foto: Artur Frenzel

Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit bieten die Perlschnüre, die an den Haltestellenmasten zusammen mit dem Fahrplan aufgehängt sind. Zwei wichtige Informationen, die bei den Tarifhinweisen am selben Mast gegeben werden, lassen sich nicht auf dem gedruckten Linienverlauf finden: die Kurzstrecke und die Tarifzonengrenzen. Kann man bei der Kurzstrecke noch argumentieren, dass die erlaubten 6 Stationen einfach abzählbar seien, so trifft das auf die Grenzen der Tarifbereiche A, B und C des Tarifbereichs Berlin nicht zu.

Unser Verbesserungsvorschlag lautet: Wenn die Perlschnüre sowieso mit den Tarifgrenzen neu gedruckt werden, dann kann die BVG ohne Zusatzkosten auch die mit der Kurzstreckenregelung erreichbaren Haltestellen hervorheben. (af)

IGEB Stadtverkehr

aus SIGNAL 3/2015 (Juli 2015), Seite 19

 

Die Jahrgänge



Die SIGNAL-Jahrgänge in der Übersicht:

» 2017
» 2016
» 2015
» 2014
» 2013
» 2012
» 2011
» 2010
» 2009
» 2008
» 2007
» 2006
» 2005
» 2004
» 2003
» 2002
» 2001
» 2000
» 1999
» 1998
» 1997
» 1996
» 1995
» 1994
» 1993
» 1992
» 1991
» 1990
» 1989
1988
1987
1986
1985
1984
1983
1982
» 1981
1980
ANZEIGE

aktuelles Heft

TitelbildMai 2017

komplettes Heft »

Die Themen der aktuellen Ausgabe 02/2017:

» Der RE 2 – eine Linie voller Probleme
Verspätungen und Überfüllungen – wo es klemmt

» IGEB-Lösungsvorschlag zur RE2-Problematik
RE2-Brechung und Kombination mit RB 10/14

» „Rad im Regio“ wird ausgeweitet
VBB zieht positive Bilanz des Pilotprojekts

» Wriezener Bahn muss attraktiver werden
Potenzial wird noch nicht genutzt

» Neuer Anlauf in der WISTA
Der neue Senat will die Straßenbahnstrecke Adlershof—Schöneweide endlich vollenden

» Vier Verwirrende Touri-Tickets
» Deutsche Bahn modernisiert ICE 3-Züge
» Deutsche Bahn macht die Rolle rückwärts
» Lang-Lkw: Klage gegen Regelzulassung
» Bundesrat fordert Schienenpersonenfernverkehrsgesetz
» Hamburg hat das geringste Tramunfallrisiko
» Verspätungsentschädigung bei verfrühter Abfahrt



neu hier?
Links lesen Sie einen Artikel aus dem Internetarchiv der Fachzeitschrift Signal, die sich mit Verkehrspolitik für Berlin und Deutschland auseinandersetzt.

Auf signalarchiv.de finden Sie zusätzlich zu ausgewählten Artikeln aus dem aktuellen Heft auch viele ältere Artikel dieser Zeitschrift.





Kontakt - Abo - Werbung - Datenschutz - Impressum
  © GVE-Verlag / signalarchiv.de / holger mertens 2008-2013 - alle Rechte vorbehalten