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Straßenbahn in Gmunden (Oberösterreich) gerettet

Dass der Straßenbahnbetrieb in Gmunden eingestellt und durch Busse ersetzt werden soll, war in den 1970er Jahren beschlossene Sache. 1988 sollte Schluss sein. Doch die Einwohnerinnen und Einwohner der Oberösterreichischen Gemeinde wollten dies nicht hinnehmen und gründeten den Verein „Pro Gmundner Straßenbahn“.

Tram
Straßenbahn Gmunden mit Hinweis auf die Verlängerung. Foto: Hufi@Wikipedia

Nach jahrelangen Bemühungen haben sie nicht nur erreicht, dass die Straßenbahn weiterfährt und modernisiert wurde, sondern sogar ausgebaut wird. Dies hat positive Effekte für die gesamte Region. Deshalb wurde dem Verein der Mobilitätspreis Oberösterreich 2016 vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ) verliehen.

Zur Preisverleihung schreibt der VCÖ: „In der Folge wurde die Straßenbahn saniert und modernisiert. Dank unermüdlicher Überzeugungsarbeit und der guten Zusammenarbeit des Vereins mit dem Land Oberösterreich, der Stadt Gmunden sowie mit Stern & Hafferl wurde der Beschluss für die stadt.regio.tram als Verbindung von Gmunden nach Vorchdorf erreicht.

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Die Gesamtlänge der zweigleisigen Verbindung beträgt 900 Meter. Zwei Bauabschnitte sind bereits fertiggestellt. Es wird die gesamte Stadtdurchfahrt neu gestaltet, das Stadtbild verschönert, und es werden die Haltestellen modernisiert.

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Linienverlauf der Straßenbahn Gmunden. Grafik: Maximilian Dörrbecker (Chumwa)/OSM

Im Jahr 2018 wird die stadt.regio.tram Gmunden mit Vorchdorf verbinden. Es wird erwartet, dass die Durchbindung der Gmundner Straßenbahn zur Traunseebahn zur Verdoppelung der Personenfahrten im Vergleich zum heutigen Passagieraufkommen der beiden Bahnen führen wird.

Zusätzlich zum Know-How und dem unermüdlichen Engagement und Einsatz hat der Verein bisher 200 000 Euro für die Attraktivierung der Gmundner Straßenbahn, für die Fahrzeugbeschaffung und Probebetriebe bereitgestellt.“

Mehr Informationen unter www.vcoe.at

Michael Cramer
Mitglied des Europäischen Parlaments – Die Grünen/EFA und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Tourismus

aus SIGNAL 6/2016 (Dezember 2016/Januar 2017), Seite 31

 

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