Berlins Verbindung mit dem Osten

175 Jahre Frankfurter Bahn

Am 23. Oktober 2017 jährte sich zum 175. Mal die Eröffnung der Berlin-Frankfurter Bahn und damit auch des Ostbahnhofs – der einzigen Berliner Station aus den Anfängen des Eisenbahnzeitalters, die noch immer in Betrieb ist. Mit der 1846 fertiggestellten Fortsetzung der Frankfurter Bahn nach Schlesien wurde sie schnell zu Berlins wichtigster Lebensader aus dem Osten. Bis Frankfurt (Oder) hat die Strecke bis heute ihre Bedeutung behalten, im Gegensatz zur Schlesischen Bahn. Generell sind die Bahnverbindungen mit Polen stark verbesserungsbedürftig.

Ob August Borsig, Adolph von Menzel, Alfred Kerr, Hans Baluschek, Boleslaw Barlog oder Wolfgang Neuss: Sie alle bestätigten das einst geflügelte Wort, demzufolge die echten Berliner aus Breslau kämen. Viele von ihnen werden aus der schlesischen Metropole per Bahn in die preußische, dann deutsche Hauptstadt gelangt sein. Für deren Entwicklung besaß der damalige deutsche Osten große Bedeutung.

Welch Orientierungs-, wenn nicht gar Anziehungspunkt Berlin war, zeigt auch der Umstand, dass die erste Anregung zum Bau einer Schienenverbindung mit Frankfurt (Oder) von dort ausging. Und zwar schon 1833, also fünf Jahre vor der Eröffnung der ersten preußischen Eisenbahn zwischen Berlin und Potsdam. Frankfurt (Oder) hatte damals noch einen Rang als Messestadt und man befürchtete dort, ohne Gleisanschluss gegenüber dem großen Konkurrenten Leipzig ins Hintertreffen zu geraten. Die Baugenehmigung für die Berlin-Frankfurter Eisenbahn erfolgte dann 1840, die Eröffnung am 23. Oktober 1842 – so schnell konnten in Deutschland einst Bahnprojekte realisiert werden.

Nach der 1841 bis Jüterbog eröffneten Anhalter Bahn und der Stettiner Bahn, die im August 1842 allerdings erst Eberswalde erreicht hatte, war dies Berlins dritte Ferneisenbahn. Eine weitgehend gerade, ebene [...]




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Jan Gympel

aus SIGNAL 6/2017 (Dezember 2017 / Januar 2018), Seite 26-28

 

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