i2030

Nach 17 Jahren Engagement: Hoffnung für die S-Bahn nach Rangsdorf

Die Bürgerinitiative für eine S-Bahn Anbindung Rangsdorf – BISAR e. V. kämpft seit nunmehr 17 Jahren um die Wiedererrichtung der S-Bahn von Blankenfelde über Dahlewitz nach Rangsdorf (siehe auch SIGNAL 2/2018). Am 8. Juni 2018, anlässlich des 25-jährigen Standortjubiläums von Rolls Royce in Dahlewitz, verkündete Ministerpräsident Dietmar Woidke, dass die Wiedererrichtung der S-Bahn nach Rangsdorf erfolgen soll.

Daraufhin hatte die DB Netz AG, Regionalbereich Ost, Großprojekte Berlin, Vertreter des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), die Bürgermeister von Rangsdorf und Blankenfelde-Mahlow sowie zwei Vorstandsmitglieder von BISAR am 24. Januar 2019 im Berliner Hauptbahnhof zu einem Informationsgespräch über den Sachstand der von DB Netz bisher eingeleiteten Maßnahmen eingeladen. Das Gespräch fand in sehr offener Atmosphäre statt, da es ja letztlich nur um konkrete Fachprobleme ging.

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Der Regionalbahnhof Dahlewitz ist noch nicht modernisiert – das war bisher im Ausbauprojekt der Dresdener Bahn, Abschnitt Blankenfelde—Rangsdorf, bis frühestens 2027 geplant. Beim Bau einer S-Bahn mit Halt in Dahlewitz (auf dem Bild links der Fern-/Regiogleise) und Aufgabe des Regionalbahnhofs würde die ganze Anlage komplett umgebaut werden. Foto: Florian Müller

Im Ergebnis von drei Untersuchungsvarianten für besseren SPNV im Süden von Berlin wurden sowohl der Regionalbahnverkehr als auch der S-Bahn-Verkehr der Linie S 2 von Blankenfelde nach Rangsdorf untersucht. Dabei stellte die DB Netz AG eine erste Trassenstudie für die S-Bahn bis Rangsdorf vor. Es handelt sich noch nicht um eine Vorentwurfsplanung! Diese Trassenstudie fand bei allen anwesenden Beteiligten Zustimmung und gilt somit als Empfehlung für den i2030-Lenkungskreis, bestehend aus der DB Netz AG und den Ländern Berlin und Brandenburg sowie des VBB.

Bemerkenswert ist, dass sich in der Trassenstudie Elemente und Vorschläge von BISAR e. V. aus den letzten Jahren wiederfinden, zum Beispiel ein- und zweigleisige Streckenabschnitte.

Seitens DB Netz wurde angedeutet, dass es zwischen Rangsdorf und Dahlewitz zu einer gewissen Verschwenkung der Dresdener Bahn (Fernbahn) auf die Ostseite kommen wird, um Freiflächen für die S-Bahn zu gewinnen. Möglicherweise muss von der DB AG zusätzlich auch in geringem Umfang Grunderwerb durchgeführt werden.

Der neue S-Bahn Haltepunkt Dahlewitz wird auf der Nordseite der Bahnhofstraße/L40 errichtet werden. BISAR empfahl dazu, den Bahnsteig teilweise über die Bahnhofstraße zu ziehen – mit zusätzlichem Zu- und Abgang auf der Südseite der Bahnhofstraße. Das erspart eine zusätzliche Fußgängerbrücke über der Bahnhofstraße. Die S-Bahn-Trasse selbst wird in etwas höherer Lage als die parallele Fernbahn angeordnet werden müssen, um der darunter liegenden Straße nicht noch einmal eine andere Gradiente (Gefälle) zu geben.

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Regionalbahnhof Rangsdorf. Rechts hinter der grünen Schallschutzwand befindet sich der modernisierte Regionalbahnhof, links davon auf der Freifläche befand sich der S-Bahnhof – wo er auch wieder aufgebaut werden könnte. Foto: Florian Müller

BISAR hat der DB Netz empfohlen, sich für eine Vorentwurfsplanung noch bis zum Sommer 2019 einzusetzen.

Bestandteil dieser Trassenstudie ist auch ein neuer S-Bahn-Haltepunkt nahe der Autobahnbrücke der A10 für das Gewerbegebiet Dahlewitz einschließlich des Großbetriebes Rolls Royce.

In dem Zusammenhang sei daran erinnert, dass bereits in den Jahren 1992/1993 auf der Grundlage einer vom Altkreis Zossen im Jahre 1991 bestellten Studie, mit damals 100-prozentiger Finanzierung durch das Land Brandenburg, die Autobahnbrücke der A10 für zwei zusätzliche Bahngleise (S-Bahn) verbreitert wurde. Daran waren zwei heutige BISAR-Mitglieder maßgeblich beteiligt.

Rainer Pannier, BISAR e. V

aus SIGNAL 1/2019 (Mai 2019), Seite 11

 

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